Hochwasser und Starkregen

Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich in unserer Region neben intensiver Hitzeperioden und Wassermangel insbesondere durch Hochwasser- und Starkregenereignisse immer mehr bemerkbar. Außer der Überflutung des Ahrtals in 2021 sind auch die regionalen Überschwemmunen im Jahr 2016, beispielsweise in Trechtingshausen, Stromberg und Obermoschel, in Erinnerung geblieben.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Die Stadt Bingen am Rhein hat ein Hochwasserschutzkonzept verabschiedet und bereits Maßnahmen zum Überflutungsschutz umgesetzt, beispielsweise den Bau von Hochwasserschutzwänden, Retentionsbecken, Rinnen und Einläufen als auch organisatorische Maßnahmen zum Unterhalt aller Anlagen und zur Reinigung der Straßenabläufe.

Ein vollständiger Schutz ist schwierig. In vielen Fällen lassen sich bei Ihnen zu Hause mit einem vertretbaren Aufwand ein verbesserter Schutz und damit eine höhere Sicherheit erreichen. Mit Rückstausicherungen können Sie verhindern, dass Wasser ins Gebäude eindringt, und auch mit weiteren baulichen Schutzvorrichtungen können Sie sich gegen Überflutungen schützen, beispielsweise durch die Installation von Barrieren, mobilen Fensterklappen, Aufkantungen an Lichtschächten oder Abdichtungen von Kellerwänden oder dem Kauf einer Abwasserpumpe. Auch eine Hausratsversicherung ist empfehlenswert, da Schäden trotz Vorsorge nicht ausgeschlossen werden können.

Auf dem Hochwasser-Info-Portal der Stadtverwaltung finden Sie detaillierte Informationen zum Hochwasserschutz in Bingen und wie Sie bei der Vorsorge unterstützt werden. Auch finden Sie dort den aktuellen Wasserstand des Rheins.

Tipps bei Hochwasser

Vor dem Hochwassser

  • Verfolgen Sie aktuelle Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen.
  • Sorgen Sie baulich vor. 
  • Verlassen Sie gefährdete Gewässer- und Uferbereiche und beachten Sie die Absperrungen.
Während des Hochwassers
  • Schalten Sie frühzeitig den Strom für die Gebäudeteile und Räume ab, die vom eindringenden Wasser gefährdet sind.
  • Versuchen Sie anderen zu helfen. Bringen Sie Kinder und ältere Menschen in Sicherheit.
  • Meiden Sie hochwassergefährdete Räume, Uferbereiche und überflutete Straßen.
  • Beachten Sie Absperrungen.
  • Bereiten Sie sich auf eine Evakuierung vor. Halten Sie dafür Ihr Notfallgepäck bereit (wichtige Medikamente und Dokumente, Wechselkleidung, Taschenlampe, ausreichend Wasser).
  • Wählen Sie bei einem Notfall den Notruf 112.
Nach dem Hochwasser
  • Überprüfen Sie das Gebäude auf Schäden und dokumentieren Sie diese.
  • Trocknen Sie betroffene Bereiche möglichst schnell, um Bauschäden, Schimmelpilz- oder Schädlingsbefall zu vermeiden.
  • Lassen Sie beschädigte Bausubstanz, Heizöltanks und elektrische Geräte von Fachleuten überprüfen.
  • Verständigen Sie bei Freisetzung von gesundheits-, wasser- und umweltgefährdenden Stoffen umgehend die Feuerwehr.

Tipps bei Starkregen und Unwettern

  • Suchen Sie Schutz im Inneren von Gebäuden, oder in Fahrzeugen. 
  • Schließen Sie alle Fenster, Rollläden und Fensterläden und halten Sie sich von großen Glasflächen und Gebäudeöffnungen fern, vermeiden Sie auch den Kontakt zu freiliegenden Metallteilen im Fahrzeug.
  • Sicheren Sie alles, was umherfliegen könnte ohne Dich selbst in Gefahr zu bringen, zum Beispiel Gartenmöbel, Spielzeug, Fahrräder, Grills etc.
  • Halten Sie sich möglichst im Gebäudeinneren auf, . Besonders eignen sich innen liegende Räume im Erdgeschoss, vermeiden Sie jedoch Kellerräume wegen der Gefahr der Überflutung.
  • Nehmen Sie elektrische Geräte vom Netz und nutzen Sie einen Überspannungsschutz, um die Gefahren von Blitzschlägen zu minimieren.
  • Meiden Sie im Freien ungeschützte Orte, insbesondere offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme und Antennen. Vermeiden Sie, wenn möglich ebenfalls Kontakt zu Gegenständen mit Metallteilen wie Zäune oder Fahrräder.
  • Halten Sie mindestens 50 Meter Abstand zu Strommasten und Freileitungen.
  • Wenn Sie im Freien keinen Schutz finden, gehen Sie in die Hocke und schützen Sie Ihren Kopt mit den Händen.