Krisen- und Notfallvorsorge

Jede Vorbereitung zählt

Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Dennoch können außergewöhnliche Ereignisse unseren Alltag jederzeit beeinträchtigen – etwa durch Unwetter, Hochwasser, längere Stromausfälle, Wald- und Vegetationsbrände oder andere Schadenslagen. Auch technische Störungen oder Ausfälle wichtiger Infrastrukturen durch Cyberattacken, Desinformation oder Sabotage können dazu führen, dass gewohnte Abläufe vorübergehend nicht mehr funktionieren.

Mit einer guten Eigenvorsorge kannst Du dich und deine Familie auf solche Situationen vorbereiten. Schon wenige Maßnahmen helfen dir, in einer Krise handlungsfähig zu bleiben und viele Situationen zu überbrücken.

Eine gute Vorbereitung bedeutet

  • zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist, und damit ruhiger und besonnen handeln zu können. 
  • sich und seine Angehörigen für einige Zeit selbst versorgen zu können.
  • Rettungskräfte und Hilfsorganisationen zu entlasten, damit sie Menschen unterstützen können, die dringend auf Unterstützung angewiesen sind oder sich selbst nicht helfen können.

Was bedeutet Krisen- und Notfallvorsorge?

Krisen und Katastrophen können dazu führen, dass gewohnte Versorgungs- und Unterstützungsangebote vorübergehend eingeschränkt sind. Eine gute Vorsorge hilft dir dabei, solche Situationen selbstständiger zu bewältigen und die Zeit bis zur Wiederherstellung der Versorgung oder zum Eintreffen von Hilfe zu überbrücken.

So kannst Du dich vorbereiten

Vorräte anlegen: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, einen Notvorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser für etwa zehn Tage vorzuhalten. Zusätzlich sollten wichtige Medikamente, Hygieneartikel, Bargeld und weitere Gegenstände des täglichen Bedarfs verfügbar sein.

Ausstattung bereithalten: Taschenlampen, Batterien, Powerbanks, ein kurbel- oder batteriebetriebenes Radio zur Information über Warnmeldungen sowie weitere persönliche Hilfsmittel können bei einem Stromausfall oder anderen Schadenslagen wichtig sein. Eine vorbereitete Notfalltasche mit wichtigen Gegenständen kann dir helfen, wenn eine Wohnung kurzfristig verlassen werden muss. 

Wichtige Dokumente sichern: Persönliche Unterlagen wie Ausweise, Versicherungsunterlagen, medizinische Informationen oder wichtige Verträge sollten geordnet und schnell verfügbar sein. Eine vorbereitete Dokumentenmappe erleichtert es, im Notfall wichtige Nachweise griffbereit zu haben.

Gebäude schützen: Mit geeigneten baulichen Maßnahmen und der passenden Ausstattung kann das eigene Zuhause besser gegen Naturgefahren geschützt werden. Dazu zählen beispielsweise Rückstausicherungen, der Schutz von Kellerräumen oder eine geeignete Abwasserpumpe bei Überflutungen. 

Persönliche Vorsorge treffen: Überlege, welche besonderen Bedürfnisse in Deinem Haushalt bestehen – beispielsweise durch Kinder, ältere oder pflegebedürftige Personen oder notwendige medizinische Geräte.

Auch mit guter Vorsorge lassen sich Schäden nicht immer verhindern. Eine passende Versicherung, etwa eine Hausrat- oder Elementarschadenversicherung, kann helfen, finanzielle Folgen bestimmter Schadensereignisse abzufedern.

Hier findest Du nützliche Informationen

Auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) findest Du viele Ressourcen, die dir bei der Vorsorge weiterhelfen, zum Beispiel einen umfangreichen Ratgeber zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen (auch in Fremdsprachen und in leichter Sprache) und zur Vorsorge gegen verschiedene Naturgefahren:

Auf der Informationsseite Bleib-Bereit.de des rheinland-pfälzischen Innenminsteriums findest Du nützliche Checklisten zur Notfallvorsorge und weitere Informationen, wie Du dich in Gefahrenlagen richtig verhälst und diesen vorbeugen kannst:

In unserer Rubrik Sicherheitsinfos zeigen wir dir kompakt, wie Du dich auf Stromausfälle, Hochwasser und Starkregen vorbereiten kannst, wie Du dich im Notfall richtig verhälst, Erste Hilfe leistest und Bränden vorbeugst.

Gefahrenlagen und Vorsorge

Verhalten im Notfall